Resilient trotz Flut

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Kennen Sie Cloquet?

11.000 EINWOHNER
Wahrscheinlich nicht. Zwar verfügt die direkt am St. Louis River gelegene 11.000-Einwohner-Stadt über eine ganze Reihe produzierender größerer Industriebetriebe. Jedoch dürfte ihre Bekanntheit kaum über den US-Bundesstaat Minnesota hinausreichen.
KLEINSTADT-IDYLLE
Man kann sich Cloquet am besten als amerikanische Variante einer dieser kleinen, strukturstarken Gemeinden vorstellen, wie sie an Rhein, Elbe oder Mosel zu finden sind.
DAS WASSER
Für die Menschen und die ansässige Industrie in derartigen Gemeinden hat die Nähe zum Wasser viele Vorteile – zumindest so lange der Fluss nicht über seine Ufer tritt.

19. JUNI 2012

Sie sagten, es würde regnen

Für den 19. Juni wurde starker Regen vorausgesagt, doch ohne Grund zur Beunruhigung. Und wirklich – es war zwar sehr viel Regen, der sich über die Region um Cloquet ergoss.
Aber viel Grund zur Beunruhigung bestand scheinbar nicht.
Das sollte sich in dramatisch kurzer Zeit ändern. Der ohnehin schon starke Regen gewann an bedrohlicher Intensität und mündete in Gewitterstürmen, die plötzlich über Minnesota wüteten.

Die Flut

Am St. Louis River

“High-end and life-threatening flash flood event appears to be developing across a large part of northern Minnesota.” So die offizielle Warnung, die der amerikanische Weather Service um 19.27 Uhr herausgab. In Cloquet war man kurze Zeit später weniger förmlich: "This is going right over the dam!"
Und wirklich, schon 18 Minuten später – um 19.45 Uhr – entwickelte sich das, was zunächst nur als heftiger Regen vorhergesagt wurde, ohne Vorwarnzeit zu einer massiven Bedrohung für Menschen und Unternehmen. Wo sonst pro Sekunde 600 Kubikmeter hinunterfließen, waren es plötzlich über 15.000. Kurz gesagt, der St. Louis River trat mit aller Macht über seine Ufer.

Der Tag danach:

Zerstörung

Am nächsten Tag wusste man schnell, dass sich über Nacht ein Unglück in dieser Region nie gesehenen Ausmaßes ereignet hatte: eine „500-Year-Flood“.
Das Schadenausmaß allein an der Infrastruktur des Gebietes wird auf 100 Millionen US-Dollar geschätzt.
Über 3.100 Gebäude wurden beschädigt.
Das „State Department of Transportation“ beziffert allein den Schaden an Straßen auf 20 Millionen US-Dollar.
Auch Cloquets Industrie wurde hart getroffen – nicht nur durch die gestörte Infrastruktur, zerstörte Straßen oder über- schwemmte Schienen. Nein, viele der ansässigen Unternehmen erlitten massive Flutschäden an ihren Gebäuden und Anlagen. Viele, aber nicht alle …

USG (United States Gypsum)

Unversehrt Dank
Schadenprävention

United States Gypsum (USG) ist der größte Gipsplatten-Hersteller Nordamerikas.
USGs Deckenplatten-Sparte ist ein zentraler Geschäftsbereich, der sehr erfolgreich ist.

Das Werk in Cloquet ist eins von 69 Werken in Nord- und Südamerika. Es ist USGs größtes Deckenplatten-Produktionswerk – und liegt direkt am St. Louis River.
Foto: Dan Mackey
Foto: Dan Mackey
Quelle: Google Maps
USG liegt am St. Louis River und befand sich im Juni 2012 mitten in der Flutzone.
Trotzdem hat USG es geschafft, beinahe unversehrt zu bleiben.
USG liegt am St. Louis River und befand sich im Juni 2012 mitten in der Flutzone.
Trotzdem hat USG es geschafft, beinahe unversehrt zu bleiben.

Quelle: Google Maps
Diese Flut war höher als alles bisher Aufgezeichnete. Der letzte Rekord war 15,8 Fuß (4,8m) – nun waren es über 5 Meter.

Chris Rokke, Betriebsingenieur, USG
Hätte das Wasser unsere Maschinen erreicht – ein Desaster. Ohne Prävention wäre für uns ein Schaden zwischen 20 und 25 Millionen US-Dollar entstanden und wir hätten für rund 20 Wochen schließen müssen.

Bill Schmitt, Werksleiter, USG
Dank unserer Fluttore hatten wir keine großen Schäden und waren innerhalb von fünf Tagen wieder im Zeitplan, die Produktion lief einwandfrei.

Die Fluttore waren der Schlüssel zum Erfolg, wir haben sie auf Anraten unseres Versicherers installiert, FM Global hat Handlungsbedarf bei uns entdeckt und ein Schutzkonzept entwickelt.


Jim Bencomo, Leiter Risikomanagement, USG
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