Chaos

Das ist eines der Worte, welche die Schlagzeilen nach großen Unwettern und Stürmen beherrschen. Wetterextreme wie Xaver, Ela oder Zoran hinterlassen eine Vielzahl unterschiedlicher Schäden, die in ihrem Zusammenspiel das öffentliche Leben großflächig lahm legen. Insbesondere die Bilder, die nach den immer häufiger auftretenden Tornados zu sehen sind, belegen dies eindrucksvoll:

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Aufräumen

Wieder zurück zur Routine zu finden und die Schäden zu beheben steht im Nachgang eines Sturms im Fokus aller Bemühungen. Von ebenfalls großer Bedeutung ist es jedoch Lehren aus Ereignissen zu ziehen und das öffentliche Leben, die privaten Haushalte und die Wirtschaft sturmresilienter zu machen.

Da dies inmitten einer akuten Notsituation kaum möglich ist, setzt FM Global auf die Verbindung von intensiver Auswertung der rund um die Stürme gesammelten Daten und der Durchführung von realitätsnahen Test. Für deren Durchführung verfügt der Industrieversicherer über eines der weltweit größte Forschungszentren für die Erforschung industrieller Risiken – den so genannten Research Campus:

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Research Campus

 

Im Elementargefahrenlabor können Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h erzeugt werden, um vorrangig Glas- und Dachsysteme zu testen.

Mit einer Hagelkanone wird die Wirkung schwerer Hagelschauer simuliert. Eine Trümmerkanone dient den Ingenieuren dazu, Holzteile auf Bauverkleidungen, Fenster und Türen zu schießen, um die Widerstandskraft gegen umherfliegende Trümmer bei schweren Stürmen zu untersuchen.

Sturmforschung

Der Großteil der Sturmschäden ist an bzw. im Umfeld von Gebäuden zu suchen. Wer sich besser gegen extreme Unwetter wappnen will, sollte daher wissen, wie sie auf Gebäude wirken und welche Schäden sie hinterlassen. 

Bereit zum Abheben?

Windkräfte wirken auf die Außenhülle eines Gebäudes ähnlich wie auf die Tragflächen eines Flugzeugs – der sogenannte Bernoulli-Effekt. Mit anderen Worten: Wind, der in Böen und unter Richtungswechseln über oder am Gebäude weht, erzeugt Kräfte, die Bauteile anheben oder ansaugen.

FM-Global-Dachaufteilung

 

An den Rändern des Daches können Kräfte ca. 70 Prozent stärker sein als im Hauptteil des Daches (Dachmitte). In den Ecken sogar 160 Prozent höher. Sobald Fenster oder Türen durch umherfliegende Teile beschädigt werden, kann der eindringende Wind den Gebäudedruck um zehn bis 30 Prozent erhöhen – und das Dach fliegt weg.

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Die häufigsten Schäden an Industriegebäuden

Kommt es zu einer derart großflächigen und massiven Beschädigung der Außenhülle, kann sich ein Unwetter – insbesondere für Unternehmen – von einem Schadenfall zur betrieblichen Katastrophe ausweiten. Das passiert häufig dann, wenn Wind, Wasser, Dreck und Trümmer im Inneren von Produktionshallen, Lagern oder Büros die Grundlage der betrieblichen Wertschöpfung angreifen. Das größte Augenmerk sollte daher immer der Außenhülle von Industrie- und Bürogebäuden gelten und damit diesen drei kritischen Bereichen:

 

Dachdeckung und/oder -isolierung werden abgerissen

Leichtgewichtige Wandbekleidung wie Wärmeverbundsysteme oder Aluminiumpaneele brechen aus der Struktur.

Fenster zerbersten durch den Winddruck oder werden durch herumwirbelnde Trümmerteile zerstört  

Windrisiken entlang der Supply Chain

Die hohen Baustandards in Deutschland sorgen meist dafür, dass viele deutsche Unternehmen den Risikofaktor Gebäudehülle gut im Griff haben. Beim Schritt über die Landesgrenze – z.B. durch Expansion oder Umstrukturierung der Lieferkette – kann sich dies schlagartig ändern. Denn allzu häufig fallen in attraktiven Zielmärkten hohes Windrisiko und weniger resiliente Baunormen zusammen.  

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So werden schätzungsweise 60 bis 70% aller Sturmschäden durch tropische Stürme verursacht und betreffen damit insbesondere die Wirtschaft in asiatischen Ländern. Deutsche Unternehmen, die Glieder ihrer Lieferkette hierhin verlegt haben sollten sich daher insbesondere für die Stürme interessieren, die vor allem in der asiatischen Sturmsaison zwischen Juni bis November wüten und deutliche heftigere Ausmaße annehmen können als in Deutschland.

Denn dann treffen Stürme mit einer Wucht von knapp 300 km/h auf das Land. Durchschnittlich ziehen im Jahr 15 solcher Superstürme über den asiatischen Kontinent hinweg und hinterlassen Schäden im Milliardenhöhe. 

Die gute Nachricht: schon mit technisch und finanziell recht einfach umzusetzenden Maßnahmen lässt sich die Gebäudehülle deutlich widerstandsfähiger gegen extreme Windkräfte machen. Oft ist es nur eine Frage der mechanischen Befestigung und somit der Schrauben bzw. des Abstands in dem sie verschraubt sind.

Lapidar gesagt: 

Wer schraubt, der bleibt.

Natürlich ist das fachgerechte Verschrauben der Dachflächen nur eine – sehr einfache – Maßnahme von vielen, die ergriffen werden können, um den Einfluss von Stürmen und Unwettern auf die Supply Chain zu minimieren.

Durch jahrelange Forschung und Datenanalyse verfügt FM Global über eine Vielzahl von Tools, Prozesse und technischem Know-How, die Unternehmen dabei helfen, kosteneffiziente Wege zu finden, um ihre Standorte und Lieferketten resilienter gegen die Einflüsse von Naturgewalten zu machen – weltweit und für jede Industrie.  

Unternehmen, die Ratschläge zur Prävention von Windschäden befolgt haben, erfahren durchschnittlich nur ein Achtel der Schäden als andere. Ein maßgeschneidertes Schutzkonzept verspricht dabei die beste Schadenprävention. 

Tools & Ratgeber

Roof Nav

Roof Nav

Das einzigartige und freie Web-Tool „RoofNav“ vereinfacht die Auswahl und Konfiguration von Bedachungsprodukten, die die Anforderungen von FM Global (FM Approvals) erfüllen.

Kostenloser Zugang zu RoofNav

Datenblatt 1-52

Datenblatt 1-52

Das Datenblatt 1-52 („Field Verification of Roof Wind Uplift Resistance“) beschreibt zwei Feldtest-Methoden für unterschiedliche Dachbaugruppen und bietet alternative Leitlinien für die Beobachtung von Konstruktionsprozessen. 
Download: fmglobaldatasheets.com

Windsturm-Checkliste

Windsturm-Checkliste

Die Windsturm-Checkliste gibt einen umfassenden Überblick zu Maßnahmen für Unternehmen vor, während und nach einem Sturmereignis. Die Checkliste kann hier als PDF heruntergeladen werden.

 

Für weitere Informationen und Materialien zum Thema Sturm und Schadenprävention kontaktieren Sie gerne unverbindlich FM Global.

www.fmglobal.de

Interessiert an weiteren Artikeln zum Thema Risikomanagement & Schadenprävention?

Hier geht es zu Touchpoints, dem Onlinemagazin von FM Global.

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+49-69-15406-0