Abgebrannt oder richtig kalkuliert? – FM Global Touchpoints

Resilienz als Wettbewerbsvorteil

Abgebrannt oder richtig kalkuliert?

Wie Unternehmen durch erfolgreiches Risikomanagement im Geschäft bleiben

Die Flammen fressen sich durch das Dach – der
zentrale Produktionsstandort für Europa brennt nieder. Und mit ihm ein
monatlicher Umsatz von 400 Millionen Euro, der nun auf unbestimmte Zeit
ausbleibt.

25
Alle 25 Minuten brennt in Deutschland eine Fabrikhalle, eine Industrieanlage oder eine Lagerhalle.
24
Alle 24 Stunden ereignet sich in Deutschland eine Staubexplosion.
48
Alle 48 Stunden erreicht eine solche Katastrophe einen Versicherungs- schaden von mehr als einer halben Million Euro.
365
Allein in Deutschland entsteht jährlich ein Schaden von mindestens 1,4 Milliarden Euro durch Industriebrände.

Nur jeder vierte Betrieb kann sich von den Schäden wieder erholen und weiterhin am Markt bestehen.

Brände ziehen weite Kreise

Brände sind somit eine omnipräsente Gefahr für global agierende Unternehmen. Nicht nur der physische Schaden.
den ein Feuer verursacht, hat Konsequenzen für das Geschäft. Insbesondere die „nicht kalkulierbaren“
Folgeschäden können langfristige, negative Auswirkungen auf Unternehmen haben.

Ein hypothetisches Szenario:

Ein international agierender Werkzeughersteller mit Sitz in Süddeutschland hat einen Jahresumsatz von elf Milliarden Euro und ist der größte Arbeitgeber für eine Kreisstadt mit knapp 15.000 Einwohnern. Doch als ein Feuer im Zentrallager ausbricht, wird ein Großteil der Fertigteile sowie der Einzelteile, die täglich in der Montage dringend benötigt werden, zerstört. Die Produktion steht still, Aufträge können nicht erfüllt werden, Kunden orientieren sich zur Konkurrenz.

Mehrere hundert Beschäftigte in der Region verlieren ihren Arbeitsplatz und die Kreisstadt 64 Prozent ihrer Gewerbesteuereinnahmen. Weitere Folgen: Die Schließung mehrerer Geschäfte durch den Wegzug der arbeitssuchenden Bevölkerung. Das Unternehmen ist der Krisensituation nicht gewachsen, innerhalb von nur drei Monaten sinkt die Aktie um 44 Prozent.

Wie reagieren die verbliebenen Aktionäre, die fast die Hälfte ihrer Investitionen verloren haben? Die Unternehmensführung kann ihre Aufgabe, den Wert des Unternehmens zu erhöhen, nicht mehr erfüllen. Und wie reagieren Geschäftspartner und die Öffentlichkeit? Bricht ein Aktienkurs so drastisch ein, ist ein Imageschaden unvermeidbar.

In diesem Beispiel sind Konzernimage und ideeller Unternehmenswert beschädigt, das Vertrauen der Investoren verloren. Die Konsequenzen eines Brandschadens können mit einem umfassenden Risikomanagementprogramm vermieden werden.

Schäden aktiv vermeiden

Erfolgreiche Risikomanagementstrategien basieren auf der Überzeugung, dass Schäden vermeidbar sind. Investitionen in aktive Schadenprävention lohnen sich langfristig.

Achim Hillgraf,
Hauptbevollmächtigter von FM Global in Deutschland

Teil eines solchen Risikomanagements, das global gedacht und an lokale Gegebenheiten angepasst wird, ist ein langfristig und nachhaltig angelegtes Brandschutzkonzept.

Investitionen in Brandschutzkonzepte

Wer die Gefahren seines eigenen Betriebes kennt, die möglichen Katastrophen richtig kalkuliert
und ein optimales Brandschutzkonzept entwickelt, kann Schäden abwenden.
Es sind – teilweise gar nicht so teure – Investitionen, die sich lohnen.

Eine Studie von Oxford Metrica und FM Global zeigt, welche Ausmaße Feuerrisiken haben können. Unternehmen, die lediglich Mindestanforderungen an das technische Risikomanagement erfüllen, haben ein 55 Mal höheres Risiko eines Verlustes durch einen Brand, als jene Unternehmen mit einem ausgeprägten technischen Risikomanagementprogramm.

Die Studie zeigt, dass das finanzielle Ausmaß eines Brandschadens für Betriebe, die einen umfassenden technischen Brandschutz als Teil ihres Risikomanagements haben, wesentlich geringer ausfällt als für Unternehmen, die nur die Mindestanforderungen erfüllen:

724.000 US-Dollar

Gut ausgestattete Betriebe erleben durchschnittlich Verluste von 724.000 US-Dollar.

3.2 Millionen US-Dollar

Nicht umfassend ausgestattete Betriebe erfahren Schäden von 3.2 Millionen US-Dollar.

Für Unternehmen mit umfassender Brandverhütung ist das finanzielle Ausmaß eines schweren Brands durchschnittlich nur ein Viertel im Vergleich zu Betrieben, die kein ausgeprägtes Brandschutzkonzept anwenden. Gut ausgestattete Betriebe erleben durchschnittlich Verluste von 724.000 US-Dollar, nicht umfassend ausgestattete Betriebe erfahren Schäden von 3.2 Millionen US-Dollar.

Technisches Risikomanagement stabilisiert das Geschäft

Generell haben Unternehmen mit ausgeprägtem technischen Risikomanagement, das über die Mindestanforderungen
hinausgeht, durchschnittliche Gewinnschwankungen von 17,9 Prozent. Unternehmen mit schwachem
technischen Risikomanagement hingegen sind fast doppelt so hohen Ertragsschwankungen
ausgesetzt, nämlich 31,4 Prozent.

Brände können weitreichende Konsequenzen für Unternehmen haben, die manchmal auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind – doch die Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden schwingt jederzeit mit. Ein Risikomanagement, das aktive Schadenprävention betreibt und alle Eventualitäten bedenkt, hilft, mögliche Folgeschäden von Bränden zu vermeiden.

Weitere Informationen

Kontaktieren Sie uns

Achim Hillgraf,
Hauptbevollmächtigter von FM Global in Deutschland

Nigel Todd,
Client Service Manager von FM Global in Deutschland

Falls Sie weitere Informationen zu Schadenregulierung, Risikomanagement und Lieferkettensicherheit haben möchten, melden Sie sich gerne unverbindlich beim Industriesachversicherer
FM Global in Deutschland.

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